Skylogger unterstützt ASI Flynet

Module flynet2

Die Skylogger App von Skywind unterstützt ab sofort das Skynet. Ein bluetooth Variomodul von ASI. Skywind schreibt über die Anbindung:

„Bei Verwendung des FlyNet-Zubehörs von ASI in Kombination mit SkyLoggers Steigratenakustik wird SkyLogger zu einem mehr als vollwertigen Variometer!“

Tatsächlich macht die Featureliste mit eigenem Akustik-Modul (das beim Abriss der Bluetoothverbindung einspringt) ein kompletteren Eindruck als der Masqott Air Report. Dadurch ist es Akustik-/Helmvario und Messfühler für das Smartphone in einem und (unter Vorbehalt und ohne es getestet zu haben) macht es auch den Eindruck genauer als das Masqott zu sein. Vorteilhaft erscheint mir auch, dass sich das Teil über Bluetooth anbindet. Dadurch bleibt der 30pin-Connector vom iPhone für einen Zusatzakku frei. Soweit ich das sehen kann fehlt aber gegenüber dem Masqott der Temperaturfühler und bislang eine Wetterapplikation die das Flynet unterstützt.

ASI bietet auch eine eigene Vario-App für iPhone und Android, die aber (auch unter Vorbehalt und ohne Test) funktionstechnisch hinter Skylogger zurücksteht und natürlich nur mit Skynet funktioniert.

In jedem Fall macht es einen interessanten Eindruck, lediglich der Preis von 249,00 CHF (210,00 €) trübt etwas das Verlangen. Für den Preis bekommt man bereist ein Einsteiger-Vario mit Display. Ich warte deswegen auch erstmal noch ab und teste mein bestehendes Equipment, bevor ich gleich wieder Umsteige.

 

brauchbares iPhone Anemometer / Windmesser in Aussicht

Shaka WindmeterAls Flieger wird man mit der Zeit naturgemäß zum Hobbymetherologen (oder man steht auf den Nervenkitzel), so auch ich. Mir fällt es aber mit unter immer noch etwas schwer Windgeschwindigkeiten einzuschätzen bzw. hätte ich manchmal gerne einen belastbaren wissenschaftlichen Wert um die Windsituation in meinem Kopf abzuspeichern und vergleichen zu können. Vor Allem wenn ich vor habe Groundhandeln zu gehen stellt sich mir oft die Frage, wie stark der Wind denn nun genau bläst. Ich schau mich daher schon etwas länger nach einem kleinen portablen Windgeschwindigkeitsmesser (Anemometer) um, konnte mich bisher aber nicht zu einem Kauf durchringen. Stand-Alone Geräte fangen bei etwa 25,00 € an, was man aber so liest darf man gerne 50,00 $ ausgeben um mit seinem Kauf zufrieden sein.

Das kleine Team von Shaka hat nun einen Windmesser für iPhone und iPad angekündigt. Das passt mir selbstverständlich perfekt in den Kram. Shaka machen als erster Hersteller für iOS keinen Woodoo über das Mikrofon, wie das mancher Konkurrent versucht, sondern wollen amtliche Hardware liefern. Der Sensor soll über die Kopfhörerbuchse angeschlossen werden und bietet damit das Potential vernünftige Werte zu liefern. Mit 59,00 € bewegt er sich auch in dem Bereich, der für einen eigenständigen Windmesser anfallen würde. Meine Kaufentscheidung ist damit auch schon gefallen, allerdings wird das Gerät laut Homepage voraussichtlich erst im Herbst diesen Jahres erhältlich sein. Ich versuche derzeit noch ein Testmodell zu bekommen.

Zur Technik, gibt es nichts weltbewegendes was man nicht von einem Windmesser erwarten würde. Die Messeinheit ist mit einem Anemometer und einem Thermoter ausgestattet um neben der Windgeschwindigkeit auch den Windchill (gefühlte Temperatur) zu messen. Die Windrichtung wird über den iPhone eigenen Kompass ermittelt. Shaka plant außerdem noch eine erweiterte Version mit Luftfeuchtigkeitsmesser. In wie weit das in der Kombination interessant ist sehe ich gerade nicht. Für Allgemeine Wetterdaten nutze ich lieber den Masqott Air Report, der mit eigner Wetterstationssoftware daherkommt und den ich auch für die Datenbefütterung von Skylogger nutze. Als maximale Windgeschwindigkeit, die sich messen lässt gibt Shaka 30 m/s an (108 km/h, 58 Knoten). Für unseren Einsatzzweck prinzipiell also ausreichend.

Die Software wird wohl recht einfach gehalten. Es lassen Geschwindigkeitseinheiten frei wählen, Daten abspeichern und teilen. Wie gut das funktioniert will ich allerdings erst sagen wenn ich das tatsächlich testen konnte.

Shaka 1

Der Windmeter von Shaka richtet sich sicherlich vorrangig an den Surf- und Segelsport, wie das die meisten solcher Geräte tun, ist aber sicherlich auch für Flieger am Boden hilfreich. Wer aber erst mal reguläre Wetterdaten haben will, dem Rate ich zum Masqott Air Report als vorrangige Anschaffung. Windmesser dann gerne hinterher.

iPhone Halterung fürs Gurtzeug

Ich habe mich erst mal dagegen entschieden mir gleich ein stand-alone Vario zu kaufen, weil ich gerne ein paar Funktionen hätte (wie integriertes GPS) die leider erst in höherpreisigen Geräten ab etwa 500,00 € verbaut sind. Stattdessen benutze ich ein Apple Iphone 4S mit Sky Logger (AppStore-Link) und Masqott Air-Report Luftdruckmesser. Dazu habe ich ein Renschler Solario (solarbetriebenes Akustik-Vario) am Helm als Ausfallsicherung.

Ich hab das iPhone mit mit Sky Logger zwar schon länger im Einsatz, allerdings nur als GPS Logger. Das hat einen simplen aber gravierenden Grund: Es gibt keine vernünftige Gurtzeug oder Oberschenkelhalterung für das iPhone. Entweder man braucht ein Cockpit (hab ich und will ich erst mal nicht) oder man benutzt eine der vielen Oberarmhalterungen und macht sie um den Oberschenkel… Bei meinen Oberschenkeln geht das aber nicht.

Ich konnte Sky Logger also nie wirklich im vollen Einsatz testen. Jetzt habe ich aber endlich eine Halterungslöung die stabil, fest und nicht Marke-Eigenbau ist: ein Capture Camera Clip auf dem ein Glif+ montiert ist. Ich bin verletzungsbedingt gerade an den Boden gebunden, daher fußen die nachfolgenden Ausführungen auf „Trockentests“ an der festen Gurtzeugaufhängung.

Glif+ (von Studio Neat)

Der Glif ist eine iPhone 4 / 4s Halterung mit Statifschraube, die ich eigentlich immer dabei habe. Mit dem ehemaligen Kickstarter Projekt lässt sich das iPhone ganz angenehm zum Film schauen oder Twitterstream ablaufen lassen auf den Tisch stellen oder eben auf einem Stativ montieren. In der „+“ Variante hat der Glif noch eine Querstrebe die das herausfallen des Telefons verhindern und einen Einsatz über Kopf erlaubt. Der Glif+ hält in meinem Setup das iPhone fest und bietet mir eine Stativaufnahme.

Außer beim Hersteller Studio Neat gibt es den Glif+ auch auf Amazon.de. Man muss aber „Glif“ und „+ Pack“ (Affiliete Links) separat bestellen. Hier eine kurzes Video zu dem Teil:

This is the Glif. from Studio Neat on Vimeo.

 

Capture Camera Clip (von Peak Design)

Der Capture Camera Clip ist ein Stück Hardware das mir sofort nach dem ersten berühren Vertrauen einflößt: Stabil, fest, nix wackelt, nix raschelt und keine Ecke daran ist unnötig. Der Clip ist eine (D)SLR Halterung für den Gürtel, den Rucksack oder anderes Bandartiges Textil und eignet sich damit eben auch zur Montage am Gurtzeug. Der Capture Camera Clip bildet in meiner Konstruktion damit das Bindeglied zwischen Gurtzeug und Glif.

Vertrieben wird das großartige Stück Hardware in Deutschland von enjoyyourcamera.com über Amazon.de (Affiliate Link). Auch hierzu ein kurzes Video:

Erst mal zusammenbauen…

Kombiniert man nun den Glif+ mit dem Capture Camera Clip erhält man einen formidable Halterung um das iPhone am Gurtzeug fest zu machen. Unter Umständen kann es noch notwendig werden ein Kugelgelenk wie das hier (Afilillate Link) dazwischen zu bauen um den Winkel zwischen Clip-Platte und Display einzustellen. Ich verzichte darauf aber, um kein zu großes Moment (Hebelwirkraft) auf den Aufhängungsgurt zu bekommen …und ich seh einfach auf so gut auf das Display.

Man kann an die Platte des Capture Camera Clips und an den Clip selber einfach eine Schnur oder Gleitschirmleine befestigen. Damit wäre das Telefon auch beim heraus nehmen während des Flugs (um ein Bild zu machen) vor dem herunterfallen geschützt. Der Vollständigkeit halber sei aber hier erwähnt, dass es eine theoretische Möglichkeit gibt das sich das iPhone vom Glif+ löst oder sich die Stativschraube aus dem Glif heraus dreht. In dem Fall greift dann keine Sicherung. Wer die Teile aber mal in der Hand hatte sollte jede Befürchtung verlieren.

Montiert sieht das dann so aus:

und so an meinem Gurtzeug (Skywalk Cult 3):

Auf mich macht alles einen sehr stabilen und wackelfreien Eindruck. Das iPhone Display ist gut zu sehen stört aber nicht, schränkt das Sichtfeld also nicht all zu sehr ein. Wer will könnte jetzt noch eine Neopren-Socke oder ähnliches über die Rückseite des Telefons ziehen um es etwas besser vor Witterung und Stoß zu schützen. Bei der Montage sollte man noch darauf achten, dass der Masqott Luftdruckmesser unten aus dem iPhone noch etwa 4cm heraus schaut. Ich werde ihn daher mit einem kurzen Verlängerungskabel für den 30Pin-Connector an der Rückseite anbringen.

Es gibt aber an dem Setup einen deutlichen Nachteil: die Bedienung ist sehr ungünstig. Ich komme mit dem rechten arm nicht recht an das Gerät ran ohne durch die Tragegurte zu fassen. Das ließe sich unter umständen mit einem Distanzstück oder einem Kugelgelenk besser lösen. Ich versuche es aber erst mal so. Alternativ könnte man die Halterung auf die andere Seite montieren und müsste dann über Kreuz fassen.

Ich suche außerdem noch eine Lösung um einen Zusatzakku und den Masqott parallel anschließen zu können. Ein entsprechendes Kabel, dass einen 30 Pin Connector und eine separaten Ladestromeinspeisung zulässt habe ich leider nicht gefunden, aber vielleicht kann man sich sowas mit dem Podbreakout löten.

Die Halterung ist im gesamten nicht ganz billig. Der Glif+ kostet 30,00 $ und der Camera Capture Clip 80,00 €. Summa summarum also um die 110,00 €. Da man beide Teile aber auch wunderbar für andere Dinge verwenden kann tut der Kauf nur halb so weh.

Fazit: Ich glaube das wars erst mal mit der Halterungssuche und freu ich mich auf die ersten Flüge mit optischen Instrument!

 

PS: Auf Skylogger auf dem iPhone gehe ich in einem späteren Artikel noch ein, wenn ich wirklich ein paar Flüge damit gemacht habe.

PSS: Gerne stelle ich mein SetUp auch mal einem erfahreneren Piloten zur Verfügung um einen direkten Vergleichstes zwischen Skylogger und stand-alone Vario zu machen. Einfach kurz auf Twitter melden oder hier nen Kommentar hinterlassen.

keine Wetter-Feeds

Beim Bergsteigen ist das aktuelle Wetter und die Wetteraussichten ja ein elementarer Faktor und beim Gleitschirmfliegen geht es gar nicht ohne. Beide deutschen Verbände (oder Vereine?) bieten auf Ihren Webseiten sehr geute Wetterberichte an. Der Deutsche Alpenverein (DAV) veröffentlicht täglich das Bergwetter für die Ost- und Westalpen auf seiner Webseite, als PDF und sogar als unter Umständen sehr praktische Telefonansage (+49 89 295070) an. Der Deutsche Hängegleiterverband (DHV) bietet auf seiner Webseite ebenfalls einen sehr guten Wetterservice, der wohl dem Bedarf geschuldet noch tiefer geht..

Beide Institutionen bieten verschiedenen Inhalte Ihrer Webseite als RSS-Feed an. Also Inhalte die sich mit speziellen Programmen für PC und Smartphones einfach abrufen lassen ohne dass man die Webseite per Browser ansurfen muss. (Praktisch sieht dass dann so aus, also ob man neue Inhalte oder Posts einer Webseite per E-Mail bekommt. Wem RSS-Feeds nichts sagen, hier gibt’s mehr zu dem Thema.). Die jeweiligen Wetterberichte allerdings nicht.

Der Vorteil ist dass man Neuigkeiten einer Webseite einfach automatisch abrufen kann. Das übernimmt in der Regel ein kleines Programm / eine App oder der Google Reader für einen (oder beides 🙂 ). Wenn man auf einem italienischen Campingplatz sitzt, auf dem die unsäglich langsame Internetverbindung 5,- die Stunde kostet schätzt man sehr schnell nicht umständlich 5 Webseiten von Hand anzurufen zu müssen und ist froh über jedes Byte auf das man nicht warten muss.

Ich versteh nun nicht warum die Wetterberichte nicht wie andere Inhalte der Seiten auch per RSS angeboten werden. Weder der DAV noch der DHV tut das. Weshalb entzieht sich meiner Kenntnis. Gerade beim Wetter ist es mir wichtig gute und aktuelle Infos zu bekommen. Die Hauptversammlungszusammenfassung kann ich noch eine Woche später im Web lesen, das Alpenwetter brauche ich dann aber nicht mehr.

Die Informationen sind für jeden im Web frei einsehbar, die Technik wird auf den Seiten eingesetzt, weshalb also keine Wetterfeeds? In RSS-Feeds kann man sogar Werbung packen! Ich habe DAV und DHV schon diesbezüglich angeschrieben, leider ohne Ergebnis. Zwischenzeitlich wurden sogar beide Webseiten runderneuert (inkl. vieler neuer RSS-Feeds). Die Wetterdaten sind aber nach wie vor nicht abonnierbar. Kennt irgendwer den Grund dafür? ICH PRANGERE DAS AN! Und hoffe auf baldige Besserung.

Der Fiaskoblog geht natürlich mit gutem Beispiel voran: Hier lässt sich dieser Blog selbstverständlich auch als RSS-Feed abonnieren.

Auf das Thema Wetterinfos finden und vor allem die Apps die einem das erleichtern sollen will ich mal gesondert eingehen.


UPDATE:

Es hat sich jemand erbarmt und dazu was gebaut. Hier gibt es Abhilfe: Alpenwetter RSS-Feed (Feed mit Bilder und Feed ohne Bilder)

Vielen Dank an Martin für den Tipp!

Paragliding is like SEX

Zitat:

  • the first time you try, you are nervous, but it’s still one of the best things you’ve ever tried
  • the more you do ist, the better it gets
  • as you do it with more people you learn new techniques
  • with experience you can do it longer an get higher

if you enjoy SEX, you’ll love PARAGLIDING!

Gleitschirmfliegen – meine Einführung

Damit alle, dass was ich hier übers Gleitschirmfliegen zum Besten gebe besser einordnen können möchte ich eine kurze Einführung in meine sehr kurze Fliegerlaufbahn geben. Ich denke das ist wichtig, damit kein falscher Eindruck entsteht…

Ich habe Ostern 2009 mit der A-Schein-Ausbilung bei der Flugschule Göppingen begonnen und im Mai 2011 meine Prüfung absolviert. Der Vollständigkeit halber muss ich erwähnen dass ich nicht die deutsche A-Lizenz (Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer für Hängegleitsegel) habe sondern den österreichischen Hänge/Paragleiterschein vom ÖAeC. Das hatte ganz praktische Gründe: In der Woche in der ich im Zillertal die Prüfung machen wollte, war kein DHV Prüfer verfügbar. Ich habe mir die Prüfung deshalb von einem österreichischen Prüfer der Flugschule Zillertal abnehmen lassen und dementsprechend einen österreichische Lizenz bekommen. Ausbildung und Berechtigungen sind mit der deutschen Lizenz allerdings vollkommen identisch. Das macht also keinen Unterschied:

Wikipedia: Deutschland und Österreich haben die Ausbildungsrichtlinien einander angepasst. So wird der deutsche Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführerund der österreichische Paragleiterschein im jeweils anderen Land anerkannt oder kann ohne weitere Prüfung umgeschrieben werden.

Mit der Ausbildung habe ich mir hauptsächlich aus Kosten- und Zeitgründen zwei Jahre Zeit gelassen. Ich wohne schon lange nicht mehr in Göppingen und bin für die Ausbildungsschritte immer aus Freiburg angereist. Das war dann einfach nicht immer mit den gegebenen Terminen vereinbar. Außerdem hat es etwas gedauert bis ich das Geld für die Ausrüstung zusammen hatte, die man für die Höhenschulung dann wenn möglich selbst haben sollte.

Seit meiner Flugprüfung habe ich bis heute (15.04.2012) rund 50 Flüge absolviert. Das meiste davon Abgleiter. Ich versuche mich gerade an das vernünftige Thermikfliegen und Soaren ran zu tasten und kämpfe noch regelmäßig damit die Wetterverhältnisse richtig einzuschätzen. Ich darf mich also als blutiger Anfänger bezeichnen. Aber es geht voran. Ich sage dass in aller Deutlichkeit um das hier als Start-und Ausgangspunkt für weitere Artikel zu markieren und lade jeden dazu ein mir Tipps zu geben oder sich Tipps von mir zu holen.

Für mich als Fluganfänger (und für andere sicher auch) ist es oft sehr schwer ist sich zu orientieren und die Aussagen von anderen Fliegern an dem eigenen Leistungsstand zu bewerten. Sind wir mal ehrlich: Sie Aussage „Seinem eigenen Können entsprechend“ bringt einen in der Regel nicht wirklich weiter.

Aber wollen wir nicht zu weit gehen. Ich denke was ich mir vorstelle ist klar. Bis auf weiteres…

Kai