Vaavud wireless wind meter

Leider wird wohl aus dem Windmesser von Shaka so schnell nichts mehr. Zumindest schweigt sich die Webseite und der Twitteraccount @shakawind seit einigen Monaten aus und auf Anfragen kommt auch keine Antwort.

Vaavud-wireless_indoorSchade Eigentlich, aber es gibt ein neues Projekt für ein Smartphone Anemometer und das ist technisch sogar noch Interessanter. Das Vaavud wireless wind meter(containing no electronics). Richtig, ohne eigene Elektronik! Das Bauteil enthält lediglich zwei Magnete die bei Rotation den Magnetischen-Feldsensor des Telefons anregen und dadurch eine Messung ermöglichen (während der Messung dürfte der Kompass wohl nicht funktionieren :-)).

The Vaavud wind meter contains no electronics, but still connects wirelessly to your phone… Wait, what ??

Yes, you read it correctly 🙂 The secret is two small magnets in the rotor. The magnetic field sensor in the phone can detect when they rotate, and by using algorithms normally used for sound processing, the rotations can be converted to wind speed. Complicated engineering, made user friendly and simple. In fact, nobody has utilized the smartphone magnetometer in this way before.

Pfiffige Idee! Ich bin mal gespannt wie genau der nachher ist. Die Aufnahme für die 3,5mm Kopfhörerbuchse dient lediglich der Befestigung am Smartphone, hat aber keine technische bewandnis.

The Vaavud wind meter enables you to take precise and reliable measurements of the wind anywhere, using your iOS or Android phone. And of course you can share your measurements online, and see live wind readings from other users on a map. So Vaavud can help you plan your trip, choose the right gear when you get to the spot, and alert others of the conditions before they go.

Interessant wird irgendwann sicherlich auch die Cloudplattform, auf der man seine Messwerte teilen und veröffentlichen kann. Das sollte das Netz der Windmessstationen (vor Allem an Start und Landeplätzen) erheblich engmaschiger machen. Vorausgesetzt die Messwerte sind einigermaßen verlässlich.

Wer es mir gleich tun und eines haben will kann das Vaavud wind Meter noch bis zum 22.04. auf Kickstarter backen. Das Goal von 20.000£ wurde bereits erreicht. Es sollte also realisiert werden.

 

UPDATE


Zufällig haben Shaka heute kurz nach der Veröffentlichung dieses Posts diesen Newsletter versendet. Das Projekt lebt also noch und es ist zu hoffen das der Windmesser von Shaka doch noch erscheint.

Ohne einen der beiden Anemometer in den Fingern gehabt zu haben denke ich das der Shaka Windmesser den Vaavud in Sachen Funktionsumfang, Genauigkeit und Praxistauglichkeit übertrifft, auch was bisher von der Software zu sehen war ist vielversprechender. Allerdings wird er in jedem Fall erheblich teurer sein und sicherlich in Sachen Kompatibilität zurückstecken müssen. Zur Zeit sieht es nach iOS only aus.

Es bleibt also spannend. Interessant sind beide und denke ich werde auch beide testen, sobald sie zu bekommen sind.

 

 

brauchbares iPhone Anemometer / Windmesser in Aussicht

Shaka WindmeterAls Flieger wird man mit der Zeit naturgemäß zum Hobbymetherologen (oder man steht auf den Nervenkitzel), so auch ich. Mir fällt es aber mit unter immer noch etwas schwer Windgeschwindigkeiten einzuschätzen bzw. hätte ich manchmal gerne einen belastbaren wissenschaftlichen Wert um die Windsituation in meinem Kopf abzuspeichern und vergleichen zu können. Vor Allem wenn ich vor habe Groundhandeln zu gehen stellt sich mir oft die Frage, wie stark der Wind denn nun genau bläst. Ich schau mich daher schon etwas länger nach einem kleinen portablen Windgeschwindigkeitsmesser (Anemometer) um, konnte mich bisher aber nicht zu einem Kauf durchringen. Stand-Alone Geräte fangen bei etwa 25,00 € an, was man aber so liest darf man gerne 50,00 $ ausgeben um mit seinem Kauf zufrieden sein.

Das kleine Team von Shaka hat nun einen Windmesser für iPhone und iPad angekündigt. Das passt mir selbstverständlich perfekt in den Kram. Shaka machen als erster Hersteller für iOS keinen Woodoo über das Mikrofon, wie das mancher Konkurrent versucht, sondern wollen amtliche Hardware liefern. Der Sensor soll über die Kopfhörerbuchse angeschlossen werden und bietet damit das Potential vernünftige Werte zu liefern. Mit 59,00 € bewegt er sich auch in dem Bereich, der für einen eigenständigen Windmesser anfallen würde. Meine Kaufentscheidung ist damit auch schon gefallen, allerdings wird das Gerät laut Homepage voraussichtlich erst im Herbst diesen Jahres erhältlich sein. Ich versuche derzeit noch ein Testmodell zu bekommen.

Zur Technik, gibt es nichts weltbewegendes was man nicht von einem Windmesser erwarten würde. Die Messeinheit ist mit einem Anemometer und einem Thermoter ausgestattet um neben der Windgeschwindigkeit auch den Windchill (gefühlte Temperatur) zu messen. Die Windrichtung wird über den iPhone eigenen Kompass ermittelt. Shaka plant außerdem noch eine erweiterte Version mit Luftfeuchtigkeitsmesser. In wie weit das in der Kombination interessant ist sehe ich gerade nicht. Für Allgemeine Wetterdaten nutze ich lieber den Masqott Air Report, der mit eigner Wetterstationssoftware daherkommt und den ich auch für die Datenbefütterung von Skylogger nutze. Als maximale Windgeschwindigkeit, die sich messen lässt gibt Shaka 30 m/s an (108 km/h, 58 Knoten). Für unseren Einsatzzweck prinzipiell also ausreichend.

Die Software wird wohl recht einfach gehalten. Es lassen Geschwindigkeitseinheiten frei wählen, Daten abspeichern und teilen. Wie gut das funktioniert will ich allerdings erst sagen wenn ich das tatsächlich testen konnte.

Shaka 1

Der Windmeter von Shaka richtet sich sicherlich vorrangig an den Surf- und Segelsport, wie das die meisten solcher Geräte tun, ist aber sicherlich auch für Flieger am Boden hilfreich. Wer aber erst mal reguläre Wetterdaten haben will, dem Rate ich zum Masqott Air Report als vorrangige Anschaffung. Windmesser dann gerne hinterher.

iPhone Halterung fürs Gurtzeug

Ich habe mich erst mal dagegen entschieden mir gleich ein stand-alone Vario zu kaufen, weil ich gerne ein paar Funktionen hätte (wie integriertes GPS) die leider erst in höherpreisigen Geräten ab etwa 500,00 € verbaut sind. Stattdessen benutze ich ein Apple Iphone 4S mit Sky Logger (AppStore-Link) und Masqott Air-Report Luftdruckmesser. Dazu habe ich ein Renschler Solario (solarbetriebenes Akustik-Vario) am Helm als Ausfallsicherung.

Ich hab das iPhone mit mit Sky Logger zwar schon länger im Einsatz, allerdings nur als GPS Logger. Das hat einen simplen aber gravierenden Grund: Es gibt keine vernünftige Gurtzeug oder Oberschenkelhalterung für das iPhone. Entweder man braucht ein Cockpit (hab ich und will ich erst mal nicht) oder man benutzt eine der vielen Oberarmhalterungen und macht sie um den Oberschenkel… Bei meinen Oberschenkeln geht das aber nicht.

Ich konnte Sky Logger also nie wirklich im vollen Einsatz testen. Jetzt habe ich aber endlich eine Halterungslöung die stabil, fest und nicht Marke-Eigenbau ist: ein Capture Camera Clip auf dem ein Glif+ montiert ist. Ich bin verletzungsbedingt gerade an den Boden gebunden, daher fußen die nachfolgenden Ausführungen auf „Trockentests“ an der festen Gurtzeugaufhängung.

Glif+ (von Studio Neat)

Der Glif ist eine iPhone 4 / 4s Halterung mit Statifschraube, die ich eigentlich immer dabei habe. Mit dem ehemaligen Kickstarter Projekt lässt sich das iPhone ganz angenehm zum Film schauen oder Twitterstream ablaufen lassen auf den Tisch stellen oder eben auf einem Stativ montieren. In der „+“ Variante hat der Glif noch eine Querstrebe die das herausfallen des Telefons verhindern und einen Einsatz über Kopf erlaubt. Der Glif+ hält in meinem Setup das iPhone fest und bietet mir eine Stativaufnahme.

Außer beim Hersteller Studio Neat gibt es den Glif+ auch auf Amazon.de. Man muss aber „Glif“ und „+ Pack“ (Affiliete Links) separat bestellen. Hier eine kurzes Video zu dem Teil:

This is the Glif. from Studio Neat on Vimeo.

 

Capture Camera Clip (von Peak Design)

Der Capture Camera Clip ist ein Stück Hardware das mir sofort nach dem ersten berühren Vertrauen einflößt: Stabil, fest, nix wackelt, nix raschelt und keine Ecke daran ist unnötig. Der Clip ist eine (D)SLR Halterung für den Gürtel, den Rucksack oder anderes Bandartiges Textil und eignet sich damit eben auch zur Montage am Gurtzeug. Der Capture Camera Clip bildet in meiner Konstruktion damit das Bindeglied zwischen Gurtzeug und Glif.

Vertrieben wird das großartige Stück Hardware in Deutschland von enjoyyourcamera.com über Amazon.de (Affiliate Link). Auch hierzu ein kurzes Video:

Erst mal zusammenbauen…

Kombiniert man nun den Glif+ mit dem Capture Camera Clip erhält man einen formidable Halterung um das iPhone am Gurtzeug fest zu machen. Unter Umständen kann es noch notwendig werden ein Kugelgelenk wie das hier (Afilillate Link) dazwischen zu bauen um den Winkel zwischen Clip-Platte und Display einzustellen. Ich verzichte darauf aber, um kein zu großes Moment (Hebelwirkraft) auf den Aufhängungsgurt zu bekommen …und ich seh einfach auf so gut auf das Display.

Man kann an die Platte des Capture Camera Clips und an den Clip selber einfach eine Schnur oder Gleitschirmleine befestigen. Damit wäre das Telefon auch beim heraus nehmen während des Flugs (um ein Bild zu machen) vor dem herunterfallen geschützt. Der Vollständigkeit halber sei aber hier erwähnt, dass es eine theoretische Möglichkeit gibt das sich das iPhone vom Glif+ löst oder sich die Stativschraube aus dem Glif heraus dreht. In dem Fall greift dann keine Sicherung. Wer die Teile aber mal in der Hand hatte sollte jede Befürchtung verlieren.

Montiert sieht das dann so aus:

und so an meinem Gurtzeug (Skywalk Cult 3):

Auf mich macht alles einen sehr stabilen und wackelfreien Eindruck. Das iPhone Display ist gut zu sehen stört aber nicht, schränkt das Sichtfeld also nicht all zu sehr ein. Wer will könnte jetzt noch eine Neopren-Socke oder ähnliches über die Rückseite des Telefons ziehen um es etwas besser vor Witterung und Stoß zu schützen. Bei der Montage sollte man noch darauf achten, dass der Masqott Luftdruckmesser unten aus dem iPhone noch etwa 4cm heraus schaut. Ich werde ihn daher mit einem kurzen Verlängerungskabel für den 30Pin-Connector an der Rückseite anbringen.

Es gibt aber an dem Setup einen deutlichen Nachteil: die Bedienung ist sehr ungünstig. Ich komme mit dem rechten arm nicht recht an das Gerät ran ohne durch die Tragegurte zu fassen. Das ließe sich unter umständen mit einem Distanzstück oder einem Kugelgelenk besser lösen. Ich versuche es aber erst mal so. Alternativ könnte man die Halterung auf die andere Seite montieren und müsste dann über Kreuz fassen.

Ich suche außerdem noch eine Lösung um einen Zusatzakku und den Masqott parallel anschließen zu können. Ein entsprechendes Kabel, dass einen 30 Pin Connector und eine separaten Ladestromeinspeisung zulässt habe ich leider nicht gefunden, aber vielleicht kann man sich sowas mit dem Podbreakout löten.

Die Halterung ist im gesamten nicht ganz billig. Der Glif+ kostet 30,00 $ und der Camera Capture Clip 80,00 €. Summa summarum also um die 110,00 €. Da man beide Teile aber auch wunderbar für andere Dinge verwenden kann tut der Kauf nur halb so weh.

Fazit: Ich glaube das wars erst mal mit der Halterungssuche und freu ich mich auf die ersten Flüge mit optischen Instrument!

 

PS: Auf Skylogger auf dem iPhone gehe ich in einem späteren Artikel noch ein, wenn ich wirklich ein paar Flüge damit gemacht habe.

PSS: Gerne stelle ich mein SetUp auch mal einem erfahreneren Piloten zur Verfügung um einen direkten Vergleichstes zwischen Skylogger und stand-alone Vario zu machen. Einfach kurz auf Twitter melden oder hier nen Kommentar hinterlassen.