Hashtag #parafr

… oder warum benutzen Gleitschirmflieger eigentlich kein Twitter.

TwitterMir will das wirklich nicht so recht in den Kopf warum Twitter nicht schon längst das Standardtool für Gleitschirmflieger ist – noch vor der Wetterapp, der Webcam vom Hausberg und dem kritische Blick vom Balkon. Denn welche Information ist mehr Wert als die vom Kollege am Startplatz oder die vom Vereinskameraden der gerade gelandet ist. Und wäre es nicht praktisch wenn solche Infos sich nicht per stille Post sondern kurz und schmerzlos, für alle einfach zugänglich und ohne Anmeldehürde verbreiten würden und verfügbar wären. Twitter ist dafür Ideal: dezentral, weit verbreitet, plattfromunabhängig und außerdem ist das Logo ein Vogel. Ein Vogel! – Passt wie Arsch auf Eimer!

Tatsächlich twittern aber wenige Flieger und diejenigen die twittern, twittern selten über aktuelle Flugbedingungen oder stimmen Treffen darüber ab. Stattdessen wird umständliches Telefon-Pingpong gespielt, werden Gästebücher und Foren missbraucht und sogar vor Facebook schreckt man nicht zurück. Warum also nicht Twitter?

Ich glaube weil nirgends richtig damit angefangen wurde und weil sich kein einfaches und schlüssiges System etabliert hat. Deshalb mach ich das jetzt mal den Anfang für den Raum Freiburg:

Ich werde ab sofort unter dem Hashtag #parafr über Bedingungen twittern die ich irgendwo hier in der Nähe beim fliegen vorfinde und schreibe auch wenn wir uns verabreden. Ich hoffe es schließen sich viele aus der Region an und es etablieren sich auch für andere Regionen feste Hashtags.

Am Rande dazu noch ein Gedanken: wenn sich generell Hashtags für Regionen nach dem Schema #paraKFZ-Kürzel etablieren würden, müsste man nicht lange nach dem lokal gültigen Hashtag suchen.

SOS-Card Vorlage

SOS CardMein altes Skywalk Gurtzeug hatte eine SOS-Card auf der man den Pilotennamen und Notfallkontakte eintragen konnte. Mein neues Axess 3 Air hat das leider nicht mehr, ich hätte aber gerne wieder eine. Und ich hätte auch gerne eine bessere. Ich denke nicht, dass so eine Karte zwingend notwendig ist, aber hilfreich für Helfer kann sie allemal sein.

Ich bin deswegen hergegangen und habe eine Vorlage für eine SOS-Card gebaut, die auch noch weitere Informationen über den Piloten liefern kann. Hier geht es zur Vorlage.

Die Vorlage darf jeder verwenden und weitergeben. Das ist sogar ausdrücklich erwünscht. Also greift reichlich zu.

Die Grundlage für die Karte wurde und wird in diesem DHV-Forum Thread diskutiert.

Wetterdienste (GFS)

Wetter ist beim Fliegen immer ein wichtiges Thema und es gibt manigfaltige Wege sich über die aktuelle Wetterlage zu informieren. Daher beleuchte ich hier fürs erste meine Vorgehensweise:

Der Wetterbericht, den man aus der Zeitung oder der Tagesschau bekommt ist für uns weitestgehend unbrauchbar, weil zu ungenau und zu unspezifisch. Er dient meistens nur dazu sich einen überblick über die Großwetterlage zu verschaffen. Wetterapps hingegen sind da schon erheblich genauer, meist aber ebenfalls nicht auf unsere Bedürfnisse ausgelegt. (Das Thema behandle ich mal gesondert). Für mich hat sich mittlerweile heraus gestellt dass spezielle Gleitschirm-Wetterberichte am zuverlässigsten sind. Sie werden in der Regel von Fliegern gemacht, die aus eigener Erfahrung wissen auf was es ankommt.

Bevor ich nun auf der Wetterkarte auf Thermik jagt gehe wollte ich erst mal ein Gefühl für brauchbares Gleitschirmwetter bekommen und hab daher angefangen mir täglich Wetterberichte anzusehen oder zumindest zu überfliegen.


Bildschirmfoto-2013-04-12-um-13.48.46.pngMein erster Anlaufpunkt war meist der DHV-Wetterbericht. Auf dessen Grundlage lässt sich ganz gut entscheiden ob und in welche Richtung man losfahren soll. Er ist außerdem kostenlos im Netz einsehbar. Es lohnt sich immer diesen im Auge zu behalten.

Leider ist der aber nicht per RSS abonnierbar und ließ sich deshalb nur schlecht in meinen täglichen Nachrichtenkonsum integrieren … und eigentlich wollte ich auch mehr.


Bildschirmfoto 2013-05-11 um 19.33.34Für die Reiseplanung und Abschätzung der Großwetterlage bietet auch der DAV-Bergwetterbericht eine gute Übersicht. Dieser beleuchtet nicht nur das Wetter auf Talhöhe sondern eben auch in Höhenlagen. Der Vorteil hier: Man kann diesen per Telefon (+49 89 295070) abhören und kommt damit auch ohne Internetverbindung dran.


Bildschirmfoto 2013-05-11 um 19.27.01Meine nerdige Ader zog mich dann aber zu genaueren und Workflow kompatibleren Quellen. Gelandet bin ich vorerst bei GFS (gleitsegelwetter.de)*. Der Dienst wird von Stefan Hörmann betrieben, der auch regelmäßig für das DHV-Info zu dem Thema schreibt.

GFS bietet folgendes:

  • tägliche Wetterprgonosen (Morgen- und Abendprognose)
  • Zustellung per E-Mail (HTML und/oder PDF)
  • Verschiedene Vorhersagegebiete

Mittlerweile werden 2 Berichte angeboten. Einer für den Alpenraum mit den festen Regionen Westalpenrand, Westliche Nordalpen, Zentrale Nordalpen, Östliche Nordalpen, Ostalpenrandbereich, Ital. Westalpenrand, Westliche Südalpen, Zentrale Südalpen, Östliche Südalpen und Ostalpenrandbereich. Hinzu kommen Sassional bedingte Gastregionen (zur Zeit Slovenien und Wallis/Fisch/Verbier). Wenn man ganz nett fragt bekommt man auch mal seine persönliche Gastregion Exciting.

Wenn Ihr ein wenig sparen und auch meine Gleitsegelwetterabokosten etwas senken wollt benutzt diesen Link. Ihr bekommt dadurch den Neukundenrabatt und ich Rabatt auf mein Abo.

Seid kurzem gibt es auch einen Bericht für Deutschland mit den Regionen Jura/Vogesen, Schwarzwald, Schwäbische und Fränkische Alb sowie Bayerischer und Oberpfälzerwald. Auch hier kommen von Zeit zu Zeit Gastregionen dazu. Der Deutschlandbericht ist noch recht jung und finanziert sich wohl auch noch nicht ganz. Falls Euch die Region also interessiert scheut nicht sie zu buchen. Ich wäre froh wenn die Regionen weiter angeboten werden.

Bildschirmfoto 2013-05-11 um 18.26.39

Der einzig große Nachteil an GFS ist für mich das Design und die Nutzerfreundlichkeit. Die Mails enthalten alle wichtigen Informationen mit einem sehr hohen Detailgrad, allerdings ist deren Darstellung nicht wirklich lesefreundlich. Man wird durch die Fülle an Informationen nahezu erschlagen. E-Mail zur Informationsübermittlung ist ein prakmatischer und verlässlicher Lösungsansatz für den man vor Allem dankbar ist wenn man im Ausland auf einer dünnen Campingplatzinternetverbindung sitzt. Für die regelmäßige Nutzung würde ich mir aber eine Interaktivere Lösung wünschen. Eine Smartphone App ist zur Zeit in der Entwicklung, das könnte Abhilfe in dem Bereich schaffen. Eine Integration in andere Apps wie Where2Fly oder sogar in eine andere Wetterapp (z.B. Wheather Pro) fände ich aber auch einen charmanten Ansatz.

Zuletzt sei noch gesagt: GFS ist ein kostenpflichtiger Dienst (Preisliste) und ich bin froh dass das der Fall ist. Der Service ist hochwertig und es kostet folgerichtig Geld ihn zu machen. Grund genug ihn zu bezahlen und ihn dadurch am Leben zu halten.

*Affiliate Link

Shaka Wind Meter jetzt (doch) verfügbar

shaka-windmeter-iphoneIch hab ja neulich noch geunkt das wird nichts mehr, aber jetzt ist der Shaka Wind Meter vorbestellbar. Und zwar direkt hier bei Shaka. Er wurde wohl nochmal komplett redesigned und ist jetzt schwarz. Ich bin gespannt wann Shaka ausliefern kann und was er taugt.

Vaavud wireless wind meter

Leider wird wohl aus dem Windmesser von Shaka so schnell nichts mehr. Zumindest schweigt sich die Webseite und der Twitteraccount @shakawind seit einigen Monaten aus und auf Anfragen kommt auch keine Antwort.

Vaavud-wireless_indoorSchade Eigentlich, aber es gibt ein neues Projekt für ein Smartphone Anemometer und das ist technisch sogar noch Interessanter. Das Vaavud wireless wind meter(containing no electronics). Richtig, ohne eigene Elektronik! Das Bauteil enthält lediglich zwei Magnete die bei Rotation den Magnetischen-Feldsensor des Telefons anregen und dadurch eine Messung ermöglichen (während der Messung dürfte der Kompass wohl nicht funktionieren :-)).

The Vaavud wind meter contains no electronics, but still connects wirelessly to your phone… Wait, what ??

Yes, you read it correctly 🙂 The secret is two small magnets in the rotor. The magnetic field sensor in the phone can detect when they rotate, and by using algorithms normally used for sound processing, the rotations can be converted to wind speed. Complicated engineering, made user friendly and simple. In fact, nobody has utilized the smartphone magnetometer in this way before.

Pfiffige Idee! Ich bin mal gespannt wie genau der nachher ist. Die Aufnahme für die 3,5mm Kopfhörerbuchse dient lediglich der Befestigung am Smartphone, hat aber keine technische bewandnis.

The Vaavud wind meter enables you to take precise and reliable measurements of the wind anywhere, using your iOS or Android phone. And of course you can share your measurements online, and see live wind readings from other users on a map. So Vaavud can help you plan your trip, choose the right gear when you get to the spot, and alert others of the conditions before they go.

Interessant wird irgendwann sicherlich auch die Cloudplattform, auf der man seine Messwerte teilen und veröffentlichen kann. Das sollte das Netz der Windmessstationen (vor Allem an Start und Landeplätzen) erheblich engmaschiger machen. Vorausgesetzt die Messwerte sind einigermaßen verlässlich.

Wer es mir gleich tun und eines haben will kann das Vaavud wind Meter noch bis zum 22.04. auf Kickstarter backen. Das Goal von 20.000£ wurde bereits erreicht. Es sollte also realisiert werden.

 

UPDATE


Zufällig haben Shaka heute kurz nach der Veröffentlichung dieses Posts diesen Newsletter versendet. Das Projekt lebt also noch und es ist zu hoffen das der Windmesser von Shaka doch noch erscheint.

Ohne einen der beiden Anemometer in den Fingern gehabt zu haben denke ich das der Shaka Windmesser den Vaavud in Sachen Funktionsumfang, Genauigkeit und Praxistauglichkeit übertrifft, auch was bisher von der Software zu sehen war ist vielversprechender. Allerdings wird er in jedem Fall erheblich teurer sein und sicherlich in Sachen Kompatibilität zurückstecken müssen. Zur Zeit sieht es nach iOS only aus.

Es bleibt also spannend. Interessant sind beide und denke ich werde auch beide testen, sobald sie zu bekommen sind.

 

 

Eins meiner Bilder…

kam wohl in die engere Auswahl des DHV Fotowettbewerbs 2012 in der Kategorie Gleitschirm:

GS 69923 03

Ich freu mich (auch wenn ich nicht gewonnen habe). Hier noch die anderen Bilder, die ich eingereicht habe, die aber nicht in die Endauswahl kamen:

GS 69923 01

GS 69923 02

neuer Gleitschirmverband – DGV

Etwas überraschend habe ich gerade diesen Tweet von @THERMIKmagizin gelesen: 

„Ein neuer Gleitschirmverband wird in Deutschland gegründet:  der DGV wird auf der  Gründungsversammlung am 24…. http://t.co/7M6FrQmK

DGV Logo

Demnach soll wohl am 24.11.2012 ein neuer (zweiter) deutscher Gleitschirmverband gegründet werden – „Deutscher Gleitschirm Verband“ (DGV). Auf der Webseite (http://www.dgv.aero) findet man das Leitbild, die Beweggründe und etwas zur Organisationsstruktur. Im großen und ganzen nicht all zu viel und leider auch keine Gesichter und Kontakte dazu. Für mich liest sich das so als ob man da mit dem DHV und dessen Arbeit nicht zu frieden ist. Von diesem Gesichtspunkt kann ich das Vorhaben nur unterstützen. Besser selber machen als sich ständig beklagen. Auf der anderen Seite gibt es bei Weitem noch nicht genug Informationen um sich ein fundiertes Bild machen zu können.

Ich würde erst mal sagen, abwarten bis mehr Infos und Hintergründe gibt. Dann sieht man weiter.

UPDATE: Auf Facebook geht bereits die Diskussion los: https://www.facebook.com/pages/Thermik-Magazin/107059292672732

Skylogger unterstützt ASI Flynet

Module flynet2

Die Skylogger App von Skywind unterstützt ab sofort das Skynet. Ein bluetooth Variomodul von ASI. Skywind schreibt über die Anbindung:

„Bei Verwendung des FlyNet-Zubehörs von ASI in Kombination mit SkyLoggers Steigratenakustik wird SkyLogger zu einem mehr als vollwertigen Variometer!“

Tatsächlich macht die Featureliste mit eigenem Akustik-Modul (das beim Abriss der Bluetoothverbindung einspringt) ein kompletteren Eindruck als der Masqott Air Report. Dadurch ist es Akustik-/Helmvario und Messfühler für das Smartphone in einem und (unter Vorbehalt und ohne es getestet zu haben) macht es auch den Eindruck genauer als das Masqott zu sein. Vorteilhaft erscheint mir auch, dass sich das Teil über Bluetooth anbindet. Dadurch bleibt der 30pin-Connector vom iPhone für einen Zusatzakku frei. Soweit ich das sehen kann fehlt aber gegenüber dem Masqott der Temperaturfühler und bislang eine Wetterapplikation die das Flynet unterstützt.

ASI bietet auch eine eigene Vario-App für iPhone und Android, die aber (auch unter Vorbehalt und ohne Test) funktionstechnisch hinter Skylogger zurücksteht und natürlich nur mit Skynet funktioniert.

In jedem Fall macht es einen interessanten Eindruck, lediglich der Preis von 249,00 CHF (210,00 €) trübt etwas das Verlangen. Für den Preis bekommt man bereist ein Einsteiger-Vario mit Display. Ich warte deswegen auch erstmal noch ab und teste mein bestehendes Equipment, bevor ich gleich wieder Umsteige.

 

brauchbares iPhone Anemometer / Windmesser in Aussicht

Shaka WindmeterAls Flieger wird man mit der Zeit naturgemäß zum Hobbymetherologen (oder man steht auf den Nervenkitzel), so auch ich. Mir fällt es aber mit unter immer noch etwas schwer Windgeschwindigkeiten einzuschätzen bzw. hätte ich manchmal gerne einen belastbaren wissenschaftlichen Wert um die Windsituation in meinem Kopf abzuspeichern und vergleichen zu können. Vor Allem wenn ich vor habe Groundhandeln zu gehen stellt sich mir oft die Frage, wie stark der Wind denn nun genau bläst. Ich schau mich daher schon etwas länger nach einem kleinen portablen Windgeschwindigkeitsmesser (Anemometer) um, konnte mich bisher aber nicht zu einem Kauf durchringen. Stand-Alone Geräte fangen bei etwa 25,00 € an, was man aber so liest darf man gerne 50,00 $ ausgeben um mit seinem Kauf zufrieden sein.

Das kleine Team von Shaka hat nun einen Windmesser für iPhone und iPad angekündigt. Das passt mir selbstverständlich perfekt in den Kram. Shaka machen als erster Hersteller für iOS keinen Woodoo über das Mikrofon, wie das mancher Konkurrent versucht, sondern wollen amtliche Hardware liefern. Der Sensor soll über die Kopfhörerbuchse angeschlossen werden und bietet damit das Potential vernünftige Werte zu liefern. Mit 59,00 € bewegt er sich auch in dem Bereich, der für einen eigenständigen Windmesser anfallen würde. Meine Kaufentscheidung ist damit auch schon gefallen, allerdings wird das Gerät laut Homepage voraussichtlich erst im Herbst diesen Jahres erhältlich sein. Ich versuche derzeit noch ein Testmodell zu bekommen.

Zur Technik, gibt es nichts weltbewegendes was man nicht von einem Windmesser erwarten würde. Die Messeinheit ist mit einem Anemometer und einem Thermoter ausgestattet um neben der Windgeschwindigkeit auch den Windchill (gefühlte Temperatur) zu messen. Die Windrichtung wird über den iPhone eigenen Kompass ermittelt. Shaka plant außerdem noch eine erweiterte Version mit Luftfeuchtigkeitsmesser. In wie weit das in der Kombination interessant ist sehe ich gerade nicht. Für Allgemeine Wetterdaten nutze ich lieber den Masqott Air Report, der mit eigner Wetterstationssoftware daherkommt und den ich auch für die Datenbefütterung von Skylogger nutze. Als maximale Windgeschwindigkeit, die sich messen lässt gibt Shaka 30 m/s an (108 km/h, 58 Knoten). Für unseren Einsatzzweck prinzipiell also ausreichend.

Die Software wird wohl recht einfach gehalten. Es lassen Geschwindigkeitseinheiten frei wählen, Daten abspeichern und teilen. Wie gut das funktioniert will ich allerdings erst sagen wenn ich das tatsächlich testen konnte.

Shaka 1

Der Windmeter von Shaka richtet sich sicherlich vorrangig an den Surf- und Segelsport, wie das die meisten solcher Geräte tun, ist aber sicherlich auch für Flieger am Boden hilfreich. Wer aber erst mal reguläre Wetterdaten haben will, dem Rate ich zum Masqott Air Report als vorrangige Anschaffung. Windmesser dann gerne hinterher.

iPhone Halterung fürs Gurtzeug

Ich habe mich erst mal dagegen entschieden mir gleich ein stand-alone Vario zu kaufen, weil ich gerne ein paar Funktionen hätte (wie integriertes GPS) die leider erst in höherpreisigen Geräten ab etwa 500,00 € verbaut sind. Stattdessen benutze ich ein Apple Iphone 4S mit Sky Logger (AppStore-Link) und Masqott Air-Report Luftdruckmesser. Dazu habe ich ein Renschler Solario (solarbetriebenes Akustik-Vario) am Helm als Ausfallsicherung.

Ich hab das iPhone mit mit Sky Logger zwar schon länger im Einsatz, allerdings nur als GPS Logger. Das hat einen simplen aber gravierenden Grund: Es gibt keine vernünftige Gurtzeug oder Oberschenkelhalterung für das iPhone. Entweder man braucht ein Cockpit (hab ich und will ich erst mal nicht) oder man benutzt eine der vielen Oberarmhalterungen und macht sie um den Oberschenkel… Bei meinen Oberschenkeln geht das aber nicht.

Ich konnte Sky Logger also nie wirklich im vollen Einsatz testen. Jetzt habe ich aber endlich eine Halterungslöung die stabil, fest und nicht Marke-Eigenbau ist: ein Capture Camera Clip auf dem ein Glif+ montiert ist. Ich bin verletzungsbedingt gerade an den Boden gebunden, daher fußen die nachfolgenden Ausführungen auf „Trockentests“ an der festen Gurtzeugaufhängung.

Glif+ (von Studio Neat)

Der Glif ist eine iPhone 4 / 4s Halterung mit Statifschraube, die ich eigentlich immer dabei habe. Mit dem ehemaligen Kickstarter Projekt lässt sich das iPhone ganz angenehm zum Film schauen oder Twitterstream ablaufen lassen auf den Tisch stellen oder eben auf einem Stativ montieren. In der „+“ Variante hat der Glif noch eine Querstrebe die das herausfallen des Telefons verhindern und einen Einsatz über Kopf erlaubt. Der Glif+ hält in meinem Setup das iPhone fest und bietet mir eine Stativaufnahme.

Außer beim Hersteller Studio Neat gibt es den Glif+ auch auf Amazon.de. Man muss aber „Glif“ und „+ Pack“ (Affiliete Links) separat bestellen. Hier eine kurzes Video zu dem Teil:

This is the Glif. from Studio Neat on Vimeo.

 

Capture Camera Clip (von Peak Design)

Der Capture Camera Clip ist ein Stück Hardware das mir sofort nach dem ersten berühren Vertrauen einflößt: Stabil, fest, nix wackelt, nix raschelt und keine Ecke daran ist unnötig. Der Clip ist eine (D)SLR Halterung für den Gürtel, den Rucksack oder anderes Bandartiges Textil und eignet sich damit eben auch zur Montage am Gurtzeug. Der Capture Camera Clip bildet in meiner Konstruktion damit das Bindeglied zwischen Gurtzeug und Glif.

Vertrieben wird das großartige Stück Hardware in Deutschland von enjoyyourcamera.com über Amazon.de (Affiliate Link). Auch hierzu ein kurzes Video:

Erst mal zusammenbauen…

Kombiniert man nun den Glif+ mit dem Capture Camera Clip erhält man einen formidable Halterung um das iPhone am Gurtzeug fest zu machen. Unter Umständen kann es noch notwendig werden ein Kugelgelenk wie das hier (Afilillate Link) dazwischen zu bauen um den Winkel zwischen Clip-Platte und Display einzustellen. Ich verzichte darauf aber, um kein zu großes Moment (Hebelwirkraft) auf den Aufhängungsgurt zu bekommen …und ich seh einfach auf so gut auf das Display.

Man kann an die Platte des Capture Camera Clips und an den Clip selber einfach eine Schnur oder Gleitschirmleine befestigen. Damit wäre das Telefon auch beim heraus nehmen während des Flugs (um ein Bild zu machen) vor dem herunterfallen geschützt. Der Vollständigkeit halber sei aber hier erwähnt, dass es eine theoretische Möglichkeit gibt das sich das iPhone vom Glif+ löst oder sich die Stativschraube aus dem Glif heraus dreht. In dem Fall greift dann keine Sicherung. Wer die Teile aber mal in der Hand hatte sollte jede Befürchtung verlieren.

Montiert sieht das dann so aus:

und so an meinem Gurtzeug (Skywalk Cult 3):

Auf mich macht alles einen sehr stabilen und wackelfreien Eindruck. Das iPhone Display ist gut zu sehen stört aber nicht, schränkt das Sichtfeld also nicht all zu sehr ein. Wer will könnte jetzt noch eine Neopren-Socke oder ähnliches über die Rückseite des Telefons ziehen um es etwas besser vor Witterung und Stoß zu schützen. Bei der Montage sollte man noch darauf achten, dass der Masqott Luftdruckmesser unten aus dem iPhone noch etwa 4cm heraus schaut. Ich werde ihn daher mit einem kurzen Verlängerungskabel für den 30Pin-Connector an der Rückseite anbringen.

Es gibt aber an dem Setup einen deutlichen Nachteil: die Bedienung ist sehr ungünstig. Ich komme mit dem rechten arm nicht recht an das Gerät ran ohne durch die Tragegurte zu fassen. Das ließe sich unter umständen mit einem Distanzstück oder einem Kugelgelenk besser lösen. Ich versuche es aber erst mal so. Alternativ könnte man die Halterung auf die andere Seite montieren und müsste dann über Kreuz fassen.

Ich suche außerdem noch eine Lösung um einen Zusatzakku und den Masqott parallel anschließen zu können. Ein entsprechendes Kabel, dass einen 30 Pin Connector und eine separaten Ladestromeinspeisung zulässt habe ich leider nicht gefunden, aber vielleicht kann man sich sowas mit dem Podbreakout löten.

Die Halterung ist im gesamten nicht ganz billig. Der Glif+ kostet 30,00 $ und der Camera Capture Clip 80,00 €. Summa summarum also um die 110,00 €. Da man beide Teile aber auch wunderbar für andere Dinge verwenden kann tut der Kauf nur halb so weh.

Fazit: Ich glaube das wars erst mal mit der Halterungssuche und freu ich mich auf die ersten Flüge mit optischen Instrument!

 

PS: Auf Skylogger auf dem iPhone gehe ich in einem späteren Artikel noch ein, wenn ich wirklich ein paar Flüge damit gemacht habe.

PSS: Gerne stelle ich mein SetUp auch mal einem erfahreneren Piloten zur Verfügung um einen direkten Vergleichstes zwischen Skylogger und stand-alone Vario zu machen. Einfach kurz auf Twitter melden oder hier nen Kommentar hinterlassen.